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Abminderungsfaktor Fc: Warum außen liegender Sonnenschutz mehr Hitze abhält
Der Abminderungsfaktor Fc gibt an, welcher Anteil der Sonnenenergie trotz Sonnenschutz noch durch das Fenster in den Raum gelangt. 1,0 heißt: keine Wirkung, 0,5 heißt: etwa die Hälfte. Je kleiner der Wert, desto besser. Weil außen liegender Schutz die Strahlung vor der Scheibe abfängt, erreicht er deutlich kleinere Werte als ein Rollo innen.
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Die Antwort vorab
Fc ist das Verhältnis aus dem Gesamtenergiedurchlassgrad von Verglasung plus Sonnenschutz und dem der Verglasung allein. Als Beispielwerte nach DIN 4108-2 nennt Baunetz Wissen 1,0 ohne Sonnenschutz, 0,9 für einen dunklen, transparenten Innenschutz, 0,5 für eine Markise außen und 0,25 für einen Raffstore außen. Je kleiner der Wert, desto weniger Sonnenwärme kommt ins Dachzimmer.

Wer einen Sonnenschutz fürs Dachfenster sucht, stößt auf viele Werbeversprechen: „bis zu x Grad kühler“, „hält die Hitze draußen“. Vergleichbar machen lassen sich solche Aussagen kaum. Der Abminderungsfaktor Fc ist die nüchterne Alternative: eine Zahl, die beschreibt, wie viel Sonnenenergie ein Sonnenschutz tatsächlich zurückhält.
Was der Fc-Wert misst
Laut Baunetz Wissen beschreibt der Abminderungsfaktor Fc die Wirksamkeit eines Sonnenschutzes gegen Sonneneinstrahlung. Er geht in den Gesamtenergiedurchlassgrad – kurz g-Wert – eines Fensters ein und zeigt so, wie ein Sonnenschutz den sommerlichen Wärmeschutz beeinflusst.
Der g-Wert selbst sagt, wie viel Sonnenenergie durch die Verglasung nach innen gelangt – direkt als Strahlung und indirekt als Wärme, die das Glas nach innen abgibt. Fc beschreibt, um welchen Faktor ein Sonnenschutz diesen Wert verkleinert. Daraus folgen zwei einfache Regeln:
- 1,0 heißt: Der Sonnenschutz hält keine Sonnenenergie zurück.
- Je kleiner der Wert, desto weniger Sonnenenergie kommt ins Zimmer. Bei 0,5 ist es etwa die Hälfte dessen, was ohne Sonnenschutz hereinkäme, bei 0,25 etwa ein Viertel.
Beispielwerte nach DIN 4108-2
Die genauen Werte stehen in DIN 4108-2, der Norm mit den Mindestanforderungen an den Wärmeschutz. Baunetz Wissen nennt daraus diese Beispielwerte:
- 1,0
- ohne Sonnenschutz
- 0,9
- innen, dunkel, hohe Transparenz
- 0,5
- Markise außen (Bespannung nicht parallel zur Verglasung)
- 0,25
- Raffstore außen
| Sonnenschutz | Lage | Fc (Beispielwert) | Was das bedeutet |
|---|---|---|---|
| keiner | – | 1,0 | volle Sonnenenergie |
| Rollo oder Plissee, dunkel, transparent | innen | 0,9 | nur wenig weniger als ohne Schutz |
| Markise, Bespannung nicht parallel zum Glas | außen | 0,5 | etwa die Hälfte |
| Raffstore | außen | 0,25 | etwa ein Viertel |
Wichtig beim Lesen: Das sind Beispielwerte, keine Produktwerte. Den Normtext selbst haben wir nicht eingesehen; wir stützen uns auf die Zusammenfassung von Baunetz Wissen. Der Markisen-Wert gilt laut Baunetz Wissen für eine Bespannung, die nicht parallel zur Verglasung liegt. Eine Hitzeschutz-Markise am Dachfenster liegt dagegen dicht und parallel vor dem Glas. Der Wert 0,5 ist für sie deshalb eine Orientierung, kein gemessener Wert.
Warum außen so viel besser abschneidet
Der Unterschied zwischen 0,9 und 0,5 hat eine einfache physikalische Ursache: Ein Sonnenschutz außen fängt die Strahlung ab, bevor sie durch die Scheibe kommt. Er heizt sich selbst auf, gibt diese Wärme aber nach draußen ab.

Ein Rollo innen trifft die Strahlung erst, wenn sie schon im Raum ist. Es reflektiert einen Teil zurück durchs Glas, den Rest nimmt der Stoff auf und gibt ihn als Wärme ins Zimmer ab. Stiftung Warentest fasst das im Ratgeber zum Hitzeschutz so zusammen: Innenjalousien sind kostengünstig, Außenrollläden schützen effektiver.
Am Dachfenster wiegt das besonders schwer. Es liegt schräg zur Sonne und bekommt über viele Stunden direkte Strahlung ab. Ausführlich verglichen ist das unter Hitzeschutz innen oder außen.
Ein echter Produktwert: Roto Außenrollo Screen
Für Dachfenster-Sonnenschutz veröffentlichen nur wenige Hersteller einen Fc-Wert. Roto nennt im Datenblatt seines Außenrollos Screen ZAR (Stand Juni 2022) einen Fc nach DIN 4108-2 von 0,37 bis 0,54 – je nach Verglasung des Fensters. Roto bezeichnet diese Werte selbst als Anhaltswerte.
Daran sieht man, wie der Wert funktioniert: Weil Fc das Verhältnis von gtot zu g ist, hängt er auch vom Glas ab. Derselbe Sonnenschutz kann vor einer Wärmeschutz- oder einer Sonnenschutzverglasung unterschiedlich abschneiden. Ein Fc-Wert ist deshalb nur dann vergleichbar, wenn die Verglasung dazu genannt ist.
Wo der Fc-Wert in der Praxis vorkommt
Im Bauwesen ist Fc eine Rechengröße für den sommerlichen Wärmeschutz. Laut Baunetz Wissen wird er im vereinfachten Nachweis nach DIN 4108-2 über den Sonneneintragskennwert gebraucht: Dort gehen unter anderem Fensterfläche, g-Wert der Verglasung und der Abminderungsfaktor Fc des Sonnenschutzes ein. Auch die Neigung der Fenster spielt beim zulässigen Wert eine Rolle – für Räume mit Dachfenstern ist das relevant.
Für dich als Käufer heißt das: Wenn ein Hersteller einen Fc-Wert nach DIN 4108-2 nennt, ist das eine belastbarere Angabe als eine Prozentzahl ohne Bezugsgröße. Fehlt ein solcher Wert, bleibt nur die Einordnung über die Lage – außen oder innen.
So nutzt du den Fc-Wert beim Kauf
1. Erst die Lage, dann das Produkt. Die größte Stellschraube ist, ob der Sonnenschutz außen oder innen sitzt. Kein Innenrollo kommt nach den Beispielwerten in die Nähe einer Markise außen.
2. Herstellerwerte nur mit Verglasung vergleichen. Ein Fc ohne Angabe zum Glas ist schwer einzuordnen. Roto nennt die Werte je Verglasung – so sollte es sein.
3. Thermo-Beschichtung realistisch sehen. Eine silberne Rückseite reflektiert einen Teil der Strahlung zurück durchs Glas. Für die Thermo-Rollos und Plissees fürs Dachfenster, die wir vergleichen, nennt aber kein Anbieter einen Fc-Wert. Was sie trotzdem leisten können, steht unter Thermo-Rollo fürs Dachfenster.
4. Verdunkeln ist eine andere Aufgabe. Ein Verdunkelungsrollo kann ein Zimmer dunkel machen und trotzdem kaum Wärme abhalten. Für Schlafräume unter dem Dach ist die Kombination aus Markise außen und Verdunkelungsrollo innen sinnvoll.
Welcher Sonnenschutz den kleinsten Fc erreicht
Unter den Lösungen, die ohne Bohren am Dachfenster angebracht werden, liegt die Hitzeschutz-Markise außen vorn. Sie wird bei VELUX von innen an zwei Haken außen am Flügel eingehängt; die Grundversion ist für handbetriebene Fenster in Griffweite gedacht.
VELUX
VELUX Hitzeschutz-Markise
Außen liegendes Netzgewebe, das die Sonne vor der Scheibe abfängt und von innen eingehängt wird.
Warum hier: Außen liegender Sonnenschutz erreicht nach den Beispielwerten der DIN 4108-2 einen deutlich kleineren Fc als jeder Innenschutz – und diese Markise wird ohne Bohren von innen eingehängt.
Ideal für: Dachräume, die im Sommer zu heiß werden – wenn das Fenster von Hand bedient wird und in Griffweite liegt.
- Außen liegend: hält mehr Hitze ab als jeder Innenschutz (Fc-Wert)
- Von innen eingehängt: Fenster öffnen, drehen, an zwei Haken einhängen; laut VELUX nur ein Schraubendreher nötig
- Durchsicht bleibt erhalten, laut VELUX auch leiserer Regen
- Nur ganz oben oder ganz unten, keine Zwischenstellung
- Grundversion nur für handbetriebene Fenster in Griffweite
- Verdunkelt nicht – für Schlafräume mit einem Innenrollo kombinieren
- Befestigung
- außen an zwei Haken am Flügel eingehängt, Montage von innen
- Funktion
- Hitzeschutz außen, halbtransparent
- Seitenführung
- nein
- Passform
- M04–MK10 (laut Angebot)
- Bedienung
- manuell, oben oder unten
Alle Markisen im Vergleich stehen unter Hitzeschutz-Markise fürs Dachfenster. Wenn außen nichts möglich ist, zeigt Hitzeschutz innen, was innen noch hilft. Ob eine Sonnenschutzfolie eine Alternative ist, klärt der Vergleich Folie oder Rollo. Den Überblick über alle Wege gegen Hitze findest du unter Hitzeschutz fürs Dachfenster, alle bohrfreien Befestigungen auf der Startseite.
Oft gefragt
Was bedeutet der Fc-Wert beim Sonnenschutz?
Der Fc-Wert ist der Abminderungsfaktor eines Sonnenschutzes. Er beschreibt, welcher Anteil der Sonnenenergie trotz Sonnenschutz noch durch das Fenster in den Raum kommt. 1,0 bedeutet keine Wirkung, 0,5 etwa die Hälfte. Je kleiner der Wert, desto besser schützt der Sonnenschutz vor Überhitzung.
Wie berechnet man den Abminderungsfaktor Fc?
Laut Baunetz Wissen ist Fc das Verhältnis aus dem Gesamtenergiedurchlassgrad von Verglasung und Sonnenschutz zusammen (gtot) und dem Gesamtenergiedurchlassgrad der Verglasung allein (g). Deshalb hängt derselbe Sonnenschutz je nach Glas an unterschiedlichen Werten – Roto nennt für sein Außenrollo Screen je nach Verglasung 0,37 bis 0,54.
Welchen Fc-Wert hat ein Rollo innen?
Als Beispielwert nach DIN 4108-2 nennt Baunetz Wissen 0,9 für einen innen liegenden, dunklen Sonnenschutz mit hoher Transparenz. Zu den Thermo-Rollos und Plissees für Dachfenster, die wir vergleichen, nennt kein Anbieter einen eigenen Fc-Wert.
Ist ein kleiner oder ein großer Fc-Wert besser?
Ein kleiner. Der Wert gibt den Anteil der Sonnenenergie an, der trotz Sonnenschutz in den Raum gelangt. Eine Markise außen mit Fc 0,5 lässt nach diesem Beispielwert nur etwa halb so viel Sonnenenergie herein wie ein Fenster ohne Sonnenschutz, ein Innenschutz mit 0,9 fast genauso viel.
Belege und Quellen
- Baunetz Wissen: Abminderungsfaktor Fc (Definition, Beispielwerte nach DIN 4108-2)
- Baunetz Wissen: Sommerlicher Wärmeschutz nach DIN 4108-2 (Sonneneintragskennwert)
- Roto: Produktdatenblatt Designo Außenrollo Screen ZAR (Fc-Werte, Stand Juni 2022)
- VELUX: Hitzeschutz-Markise (Simulation)
- Stiftung Warentest: Kühlen, Lüften, Dämmen (27.05.2026)
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Wer hier vergleicht
Redaktion dachfenster-rollo-ohne-bohren.de
Sonnenschutz für Dachfenster
Wir sind die Redaktion von dachfenster-rollo-ohne-bohren.de. Wir werten Herstellerseiten, Einbauanleitungen, Typenschild- und Maßangaben der Fensterhersteller sowie Normen wie DIN 4108-2 aus und machen daraus verständliche Kaufberatung für Rollos, Plissees und Markisen am Dachfenster. Eigene Tests machen wir nicht, und wir sind mit keinem Fenster- oder Rollohersteller verbunden.
- Herstellermaße statt Händlerangaben
- Quellen auf jeder Seite
- Keine eigenen Tests – offen gesagt
- Mit keinem Hersteller verbunden